Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen: Jeder vierte Arbeitnehmer muss vorzeitig aus dem Beruf ausscheiden, oftmals mit dramatischen Folgen für seine finanzielle Situation und die der Familie. Doch obwohl Berufsunfähigkeit so häufig ist, haben viele falsche Vorstellungen, wo die Risiken liegen. In den seltensten Fällen ist es ein Unfall, der zur Berufsunfähigkeit führt. Weitaus häufiger sind Krankheiten die Ursache für die Berufsunfähigkeit.

Psychische Krankheiten weit vorn

Berufsunfähigkeit resultiert nur selten aus einem Unfall: 2017 lassen sich lediglich 9,4 Prozent aller Fälle darauf zurückführen, so eine Studie der Unternehmensberatung Morgen & Morgen. Viel häufiger liegen die Ursachen der Berufsunfähigkeit in psychischen Leiden und Nervenkrankheiten: In 31,3 Prozent der Fälle können Betroffene ihren Beruf aufgrund von psychischen Erkrankungen nicht mehr ausüben.

Weit verbreitet sind auch Rückenleiden und andere chronische Einschränkungen des Bewegungsapparats. 2017 sind sie in 21,0 Prozent der Fälle die Ursache der Berufsunfähigkeit. Krebserkrankungen sind in 15,9 Prozent und schwere Herzkrankheiten in 7,7 Prozent der Fälle die Ursache für Berufsunfähigkeit.

Ab wann berufsunfähig?

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich oder tatsächlich für mindestens sechs Monate nicht ausüben kann. Im Versicherungsvertrag ist die genaue Formulierung der Berufsunfähigkeit von entscheidender Bedeutung. An dieser Stelle sollten Versicherte darauf achten, dass im Vertrag keine sogenannte abstrakte Verweisung enthalten ist: Damit ist der Hinweis gemeint, dass keine Berufsunfähigkeit vorliegt, solange der Versicherte in einem ähnlichen Beruf arbeiten könnte.

Das zahlt Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung im Leistungsfall

Der Leistungsfall wird in der Versicherungspolice genau definiert. Meist tritt er ein, wenn der Versicherte zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig ist. Dies müssen die Betroffenen nachweisen. Zum Nachweis gehören Arztberichte und Gutachten sowie eine genaue Beschreibung der beruflichen Tätigkeit. Berufsunfähig sind Arbeitnehmer in der Regel dann, wenn sie in ihrem zuletzt ausgeübten Beruf wichtige Tätigkeiten nicht mehr leisten oder insgesamt nur noch sehr wenige Stunden arbeiten können. Sobald die Berufsunfähigkeit feststeht, zahlt der Versicherer die vereinbarte Rente. Bis zur Entscheidung kann je nach Situation einige Zeit vergehen. Viele Berufsunfähigkeitsversicherungen zahlen dann die Rente rückwirkend.


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