Folgekosten bei Berufsunfähigkeit: So hilft die Berufsunfähigkeitsversicherung

Zweck der privaten Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente) ist die Absicherung für den Fall, dass Sie dauerhaft Ihren Beruf nicht ausüben können. Diese zusätzliche Rente aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung schließt einen großen Teil der Lücke, die entsteht, wenn das gewohnte Nettogehalt wegfällt. Doch durch die Berufsunfähigkeit können weitere Kosten entstehen: Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung hilft Ihnen auch in diesen Situationen. Lesen Sie hier, welche Bausteine Ihr Versicherungsvertrag enthalten sollte, damit Sie im Falle einer Berufsunfähigkeit rundum abgesichert sind!

Bausteine der Berufsunfähigkeitsrente

Viele Berufstätige schauen allein nach dem Preis, wenn sie Angebote für eine Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichen. Doch genauso wichtig sind die Leistungen im Falle der Berufsunfähigkeit. Ist ein Arbeitnehmer aufgrund einer schweren Krankheit oder nach einem Unfall beispielsweise auf den Rollstuhl angewiesen, kommen auf ihn zusätzliche Kosten zu. So muss das Haus oder die Wohnung barrierefrei umgebaut werden, ein größeres oder angepasstes Auto ist nötig. Hier sind ein paar Kostenbeispiele:

  • Das Auto behindertengerecht umbauen: Die Kosten für einen Schwenksitz betragen etwa 3.000 Euro, eine Handbedienanlage für Gas und Bremse schlägt mit rund 2.500 Euro zu Buche.
  • Das Bad behindertengerecht umbauen: Die Kosten hängen stark von der Art der Behinderung und der vorhandenen Ausstattung ab. Für ein kleines Bad von sechs Quadratmetern können bis zu 8.000 Euro nötig sein.
  • Eine behindertengerechte Dusche: Die Kosten reichen von circa 500 Euro für eine barrierefreie Duschfläche bis hin zu 1.200 Euro und mehr für eine barrierefreie Duschkabine

Viele Versicherungsverträge bieten eine Sofortleistung bei Eintritt der Berufsunfähigkeit. Das kann helfen, die Kosten für den behindertengerechten Umbau des Autos oder des Bads zu decken.

Die Bausteine einer bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherung checken

Versicherungsnehmer sollten auch bestehende Berufsunfähigkeitspolicen regelmäßig genau unter die Lupe nehmen:

  • Reicht die Höhe noch aus? Wenn sich Ihr Gehalt erhöht hat und Ihre Ansprüche gestiegen sind, sollten Sie prüfen, ob Sie die Versicherungssumme erhöhen.
  • Früher betrug das allgemeine Rentenalter 65 Jahre, jüngere Menschen müssen aber bis 67 Jahre arbeiten. Ist Ihre Police darauf eingestellt?
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Vertrag keine abstrakte Verweisung enthält. Denn dann müssten Sie trotz Gesundheitsproblemen in einem ähnlichen Beruf eine Stelle suchen, die Versicherung zahlt keine Berufsunfähigkeitsrente aus. Die meisten heutigen Verträge enthalten aber keine Klausel, die eine abstrakte Verweisung erlaubt.

 


×

Informationen zum Datenschutz

Unsere Webseite verwendet Cookies, um Ihnen die Nutzung zu erleichtern. Durch die Nutzung der Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.

Weitere Informationen zu unseren Datenschutzbestimmungen und dem Einsatz von Cookies ⮞